Nicht, was gesund ist.
Sondern, was bei dir wirkt.

Grünfeld erfasst Ernährung, Bewegung, Schlaf und Supplemente an einer Stelle. Dann prüft es im kontrollierten Selbstversuch, welche Gewohnheit bei dir tatsächlich etwas ändert. Gemessen an deinen eigenen Tagen, nicht an einer Studienpopulation.

Beobachtung Nacht auf Dienstag

Dein Montag

Essfenster · 15:10 h
06:40 – 21:50
Schlaf
06 12 18 00 06

Zwischen letzter Mahlzeit und Einschlafen: 1:50 h

Deine Nacht

Ruhepuls im Schlaf 61 bpm
sonst 55
die letzten zwei Wochen heute +6 Schläge
Einmal gemeinsam aufgetreten heißt nicht: voneinander verursacht. Ob dein Essfenster diese Nacht wirklich bewegt hat, zeigt kein weiterer Messwert. Nur ein Versuch.

Warum guter Rat bei dir trotzdem danebenliegt

Er gilt für den Durchschnitt

Studien messen Gruppen und berichten einen Mittelwert. Zwei völlig verschiedene Wirklichkeiten sehen darin gleich aus: dass eine Maßnahme bei allen ein wenig wirkt, oder dass sie bei manchen stark wirkt und bei anderen gar nicht. Welche davon für dich gilt, steht in keiner Studie.

Bei dir kommt nie eine Sache allein

An den Abenden, an denen du spät isst, arbeitest du meist auch länger und kommst weniger an die frische Luft. Drei Verdächtige für eine schlechte Nacht, und sie treten fast immer gemeinsam auf. Keine Auswertung deiner Vergangenheit kann sie auseinanderhalten, weil deine Daten sie nie getrennt gesehen haben. Dafür muss jemand eingreifen und eine Sache allein verändern.

Es gibt ein Verfahren, das genau dafür gebaut ist. Es braucht nur eine Versuchsperson.

Ein Experiment mit einer einzigen Versuchsperson: dir

Du änderst eine Sache. Alles andere bleibt. Vorher und nachher wird gemessen. Am Ende steht ein Urteil, das auch gegen die Maßnahme ausfallen darf.

1

Baseline

Wie deine Werte aussehen, bevor du etwas änderst: Schlaf, Herzfrequenz, Bewegung, Erholung, Nährstoffe, Befinden. Hast du Laborwerte hinterlegt, zählen die mit. Warten musst du dafür meist nicht, weil Grünfeld die Baseline aus deiner Historie zieht.

meist 7 Tage
2

Intervention

Eine einzige Änderung, klar definiert. Zum Beispiel: in den letzten vier Stunden vor dem Schlafen keine Kalorien mehr. Oder dreißig Gramm Ballaststoffe am Tag. Oder eine feste Bettzeit. Oder Krafttraining an drei Tagen statt an einem.

je nach Versuch
3

Auswaschen

Zurück zum Alten. Diesen Schritt lassen die meisten weg, und ohne ihn weiß niemand, womit die Intervention verglichen wird. Wie lange er dauert, hängt vom Ziel ab: Ein Verdauungseffekt ist nach einer Nacht vorbei, ein verschobener Rhythmus braucht Tage, eine Trainingsanpassung Wochen.

je nach Versuch
4

Urteil

Eine vorher festgelegte Hauptmetrik wird statistisch geprüft, mit Konfidenzintervall. Nicht fünf Messgrößen, von denen hinterher die schönste gewählt wird. Das wäre keine Prüfung, sondern eine Suche nach Bestätigung.

sofort

Tage, die nicht zählen

Manches, was du sonst noch tust, bewegt dieselben Marker wie deine Intervention und kann das Ergebnis verfälschen. Grünfeld erkennt solche Tage selbst und nimmt sie aus der Auswertung. Du musst nichts melden und an nichts denken.

Das Ergebnis darf lauten: bringt bei dir nichts

Ein Versuch, der nur Erfolge kennt, misst nichts. Von den vier möglichen Urteilen sind zwei für die Maßnahme schlechte Nachrichten.

Wirkung

Der Unterschied ist groß genug und statistisch belastbar.

Tendenz

Etwas hat sich bewegt, aber nicht sicher genug. Der ehrliche Normalfall eines einzelnen Versuchs.

Kein Effekt

Nichts Messbares. Ein gewonnener Monat, den du nicht in eine wirkungslose Gewohnheit steckst.

Verschlechterung

Es ging dir damit messbar schlechter. Auch das wird dir gesagt.

Grünfeld ist kein Medizinprodukt und stellt keine Diagnosen. Die Versuche zeigen, wie deine eigenen Messwerte auf eine Veränderung reagiert haben — mehr behaupten sie nicht.

Die Versuche sind vorbereitet, nicht ausgedacht

Du musst dir kein Studiendesign überlegen. Jedes Protokoll bringt alles mit. So sieht eines von innen aus:

Zirkadianes Abendfasten
Schlaf und Erholung Aufwand: mittel Evidenz: mechanistisch + Kohorte
Hypothese
Ein vollständiger Verzicht auf Kalorien in den letzten vier Stunden vor dem Schlafen verbessert deine nächtliche HRV und senkt deinen Ruhepuls.
Wirkmechanismus
Nahrungsaufnahme ist der stärkste Zeitgeber für die peripheren Uhren in Leber und Darm. Späte Kalorien verschieben deren Phase gegenüber der zentralen Uhr und erhöhen in der ersten Nachthälfte Stoffwechselaktivität und Körperkerntemperatur.
Was du tust
Vier Stunden vor dem Schlafengehen keine Kalorien mehr. Und: Halte deine Schlafenszeit stabil. Verschiebt sie sich stark, ist der Effekt nicht mehr sauber zurechenbar.
Ablauf
7 Tage Baseline aus deiner Historie · 7 Tage Intervention · 3 Tage Auswaschen. Mindestens 5 der 7 Tage müssen eingehalten sein, sonst zählt der Lauf nicht.
Gemessen wird
Nächtliche HRV als Hauptmetrik, daneben der Schlaf-Ruhepuls. Die Hauptmetrik steht vorher fest, damit hinterher nicht die schönste Zahl gewählt werden kann.
Was den Lauf stört
Tage mit Krankheit, hohem Stress, stark verschobener Schlafenszeit oder intensivem Training kurz vor dem Bett fallen aus der Auswertung. Grünfeld erkennt sie selbst.
Ehrlich dazu
Dass späte Kalorien die nächtliche Erholung belasten, ist mechanistisch gut begründet und in Beobachtungsdaten sichtbar. Kontrollierte Studien an einzelnen Personen mit Wearable-Messung sind dagegen selten. Genau deshalb lohnt hier der eigene Versuch.
Koffein-Sperrstunde mit zehn Stunden Puffer Kontrollierte Studien
30 g Protein zum Start in den Tag Kontrollierte Studien
30 g Ballaststoffe pro Tag Kontrollierte Crossover-Studie
Training drei Stunden vor dem Bett beenden Meta-Analyse
Feste Bettzeit Sehr große Kohorte
Magnesium am Abend Kleine RCTs, uneinheitlich

Ein Ausschnitt; der Katalog wächst. Die letzte Zeile ist dabei kein Versehen. Wo die Studienlage uneinheitlich ist, steht das dort, und genau dort lohnt der eigene Versuch am meisten.

Damit ein Urteil trägt, muss die Messung tragen

Ein Versuch ist nur so gut wie die Werte, die in ihn eingehen.

Was dein Körper meldet

  • Herzratenvariabilität und Ruhepuls, in der Nacht gemessen
  • Schlafphasen, Schlafeffizienz und Wachzeit in der Nacht
  • Atemfrequenz und der Puls-Tiefpunkt der Nacht
  • Wie regelmäßig du schläfst, nicht nur wie lange
  • Deine Laborwerte, wenn du sie hinterlegst

Grünfeld liest aus Apple Health. Was deine Uhr oder dein Ring dorthin schreibt, landet damit auch hier: Apple Watch, Oura, Whoop, Garmin, Withings.

Wie du dich bewegst

  • Minuten je Herzfrequenzzone, über die Woche aufgerechnet
  • Umfang und Intensität als zwei getrennte Größen
  • Kraft nach Dosis und Häufigkeit, nicht nur nach Minuten
  • Alltagsbewegung und Beweglichkeit eigenständig gewertet
  • Energieverbrauch aus echten Werten je Sportart, nicht pauschal
  • Trainings-Readiness aus Nervensystem, Schlaf und akuter Last

Gerechnet über ein rollierendes Wochenfenster, weil sich Bewegung in Wochen misst und nicht in Tagen. Ein Ruhetag ist kein Fehler.

Viele Nährstoffe zählen ist das eine. Sie richtig zu führen das andere.

Eine lange Nährstoffliste haben andere auch. Der Unterschied liegt darin, was danach damit passiert. Jeder Nährstoff hat ein eigenes Tagesziel. Jeder hat seine eigene Halbwertszeit im Übertrag: Vitamin D hält dein Körper über Wochen, Vitamin C über Stunden. Und etliche davon werden anders geführt als üblich.

Nährstoffe heute Dienstag, 18:40
92 Magnesium
88 Folat
78 Eisen
65 Zink
41 EPA/DHA
18 Vitamin D

Vitamine

AB1B2 B3B5B6 B7B12C DE K1K2 FolatCholin

Mineralstoffe und Spurenelemente

EisenKalzium KaliumMagnesium ZinkSelen JodKupfer ManganChrom Molybdän

Fettsäuren und Pflanzenstoffe

Omega-3 EPA & DHA einzeln Omega-6 Transfette Cholesterin Polyphenole Flavonoide Beta-Carotin Lutein & Zeaxanthin

Was sonst kaum ein Tracker führt

Freier Zucker Beta-Glucan Betain Kreatin Arginin

Etliche davon werden anders behandelt als überall sonst

K2 ist nicht K1

Die großen Nährwertdatenbanken kennen praktisch nur K1 aus grünem Gemüse. K2 aus fermentierten Lebensmitteln kommt dort kaum vor, obwohl es im Körper eine andere Aufgabe hat. Grünfeld führt es als eigenen Wert, aus einer eigens gepflegten Tabelle.

EPA und DHA sind nicht ALA

Pflanzliches Omega-3 aus Leinöl oder Walnüssen muss der Körper erst in EPA und DHA umbauen, und das gelingt ihm nur zu einem kleinen Teil. Wer beides zusammenzählt, zeigt dir eine Deckung, die du nicht hast. Grünfeld führt die drei getrennt.

Omega-6 zählt im Verhältnis

Omega-6 ist kein Feind, aber sein Verhältnis zu Omega-3 entscheidet. Grünfeld führt deshalb das Verhältnis und nicht die Einzelmenge. Gerechnet wird auf den rohen Mengen, sonst ginge die Umrechnung von ALA in die eigene Bezugsgröße ein.

Pflanzenstoffe werden mitgezählt

Polyphenole und Flavonoide tauchen in kaum einem Tracker auf, obwohl sie zu den am besten untersuchten Bestandteilen pflanzlicher Kost gehören. Dazu zählt Grünfeld, wie viele verschiedene Pflanzenarten in deiner Woche vorkamen — eine Zeile kann mehrere enthalten.

Zucker heißt hier freier Zucker

Entscheidend ist nicht der Zucker insgesamt, sondern der freie: zugesetzter Zucker plus der aus Honig, Sirupen und Säften. Ein Apfel und ein Apfelsaft haben denselben Zucker, aber nicht dieselbe Wirkung — weil Grünfeld auf Zutatenebene trackt, kann es die beiden trennen.

Ein Limit ist kein Ziel

Transfette führt Grünfeld als Grenze, an der man möglichst nicht kratzt — nicht als Balken, den man füllt. Cholesterin bekommt gar kein Urteil: Im Mittel bewegt es wenig, aber manche reagieren stark — spannend wird der Wert erst neben deinem eigenen Labor-LDL.

Und was sonst noch im Essen steckt

  • Aminosäureprofil statt nur „Protein" — inklusive Arginin und Kreatin
  • Fettsäurequalität statt nur „Fett" — bis hin zu Transfetten und Cholesterin
  • Zucker aufgeschlüsselt: gesamt und frei (zugesetzt oder aus Saft, Honig und Sirup)
  • Verarbeitungsgrad über zwei Achsen statt einer einzelnen Stufe
  • Blutzuckerbelastung je Mahlzeit und als Tageswert

Und wann du isst

Die Uhrzeit ist bei Grünfeld eine eigene Größe, keine Nebennotiz: wie lang dein Essfenster war, wann die größte Mahlzeit lag, wie viel Abstand bis zum Einschlafen blieb, wann dein letztes Koffein war. Ob das bei dir mehr ausmacht als der Inhalt des Tellers, ist eine Frage, die ein Versuch beantworten kann.

Die Erfassung darf nicht der Grund sein, aufzuhören

Sprich einen Satz, tippe ihn oder fotografiere den Teller. Den Rest macht Grünfeld.

Du sagst

„Zwei Scheiben Vollkornbrot mit einer halben Avocado und einen Cappuccino."

Grünfeld versteht

Vollkornbrot2 Scheiben · 100 g
Avocado½ Stück · 75 g
Cappuccino150 ml
Ist eine Menge nicht eindeutig, rät Grünfeld nicht. Es fragt nach und bietet dir drei Portionsgrößen zum Antippen an.

Sprechen

Sag einfach, was auf dem Teller lag. Grünfeld zerlegt auch ganze Gerichte in ihre Zutaten: „Spaghetti Bolognese" wird zu Nudeln, Hackfleisch, Tomaten und Olivenöl, mit plausiblen Mengen.

Fotografieren

Ein Bild vom Teller. Für die Menge hilft ein Alltagsgegenstand als Größenvergleich: eine Gabel, eine Hand, ein Glas.

Barcode scannen

Für Verpacktes. Kennt Grünfeld ein Produkt noch nicht, schlägt es die Zutatenliste nach, statt dich mit einer leeren Maske stehen zu lassen.

Aus der Datenbank

Wenn du genau weißt, was du willst: direkt aus dem Katalog, inklusive Marken und Supplementen. Ohne Umweg über die KI.

Aus deinen Rezepten

Was du einmal angelegt hast, trackst du danach mit einem Tipp. Auch eine halbe Portion oder anderthalb.

Und danach korrigierbar

Jede Zutat und jede Menge lässt sich nachträglich ändern. Grünfeld merkt sich dabei, wie groß deine Portionen üblicherweise ausfallen, und schätzt beim nächsten Mal näher an dir.

Vier Fragen. Eine App.

Grünfeld ist danach gegliedert, was du gerade wissen willst, nicht danach, aus welcher Datenquelle etwas stammt.

Was habe ich heute getan?

Essen per Foto, Sprache, Barcode oder in einem Satz. Training, Schlaf, Wasser, Supplemente. Deine Routinen und Gewohnheiten, mit einem Planer, der Wiederkehrendes selbst abhakt.

Dazu Rezepte, ein Wochenplan und die Einkaufsliste, die von selbst daraus fällt. Und für jeden Tag eine Zahl, die sagt, wie er war.

Wie entwickelt es sich?

Der Blick über Wochen statt über Stunden: wie sich Ernährung, Bewegung und Schlaf verschieben, wo Nährstoffe dauerhaft fehlen, an welchen Wochentagen es regelmäßig kippt.

Dazu ein Trainingsplan, der aus deiner tatsächlichen Woche entsteht statt aus einer Vorlage. Nach dem Workout sagt er dir, ob das Gewicht im sinnvollen Bereich lag.

Was misst mein Körper?

Herzfrequenz und Herzratenvariabilität, Erholung, Schlaf in seinen Phasen, deine Trainings-Readiness für heute. Dazu deine Laborwerte, wenn du sie hinterlegst.

Zu jedem Wert zeigt Grünfeld nicht nur, ob er unauffällig ist, sondern wo er nach aktueller Studienlage optimal läge. Das ist meistens ein engerer Bereich.

Was folgt daraus?

Hier läuft die Kette. Grünfeld meldet dir eine Auffälligkeit, du machst daraus einen kontrollierten Versuch, und was der Versuch bestätigt, wandert nach oben zu dem, was bei dir gesichert ist.

beobachtet im Test gesichert

Sortiert wird nach Belastbarkeit, nicht nach Datum. Oben steht, was du wirklich über dich weißt. Unten, was noch Vermutung ist.

Für alle, die genauer hinsehen

Neun Stellen, an denen Grünfeld anders rechnet als übliche Tracker, und was du davon siehst.

Wie belastbar bist du heute?

Jeden Morgen eine Einschätzung aus drei Größen: deinem Nervensystem (HRV und Ruhepuls der Nacht), deinem Schlafdefizit der letzten Tage und deiner Trainingslast der letzten Wochen. Das Ergebnis ist ein Vorschlag, kein Verbot. An einem gelben Tag steht dort, dass Zone 2 heute sinnvoller ist als ein Maximalkraftversuch.

Deine HRV gegen dich selbst

40 ms können für den einen ein guter Wert sein und für den anderen ein Warnzeichen. Absolute HRV-Zahlen taugen nicht zum Vergleich zwischen Personen. Grünfeld rechnet deshalb, wie weit die Nacht von deinem eigenen Mittel abweicht, und logarithmiert die Werte vorher, weil HRV-Verteilungen nach oben stark auslaufen.

Nach dem Workout: mehr, weniger oder gleich?

Kraftübungen wirken am besten zwischen 8 und 12 Wiederholungen. Schaffst du zweimal hintereinander mehr, schlägt Grünfeld vor, das Gewicht zu erhöhen; liegst du gleich vier Wiederholungen darüber, genügt eine Einheit als Beleg. Es meldet auch das Gegenteil: einen Gewichtssprung über zehn Prozent, nach dem ein Satz aus dem Bereich fällt, ein Plateau nach drei Wochen ohne Fortschritt trotz Anstrengung, oder eine Laufstrecke 30 Prozent über der längsten des letzten Monats.

Laborwerte aus dem Befund

Befund abfotografieren oder als PDF hochladen. Grünfeld liest die Marker heraus und prüft die Einheiten, weil derselbe Wert je nach Labor in mg/dl oder mmol/l steht. Du bestätigst, was übernommen wird. Neben der Referenz deines Labors siehst du danach den Bereich, der in Langzeitdaten mit dem besten Verlauf zusammenhängt, getrennt nach Geschlecht.

Was du angefangen hast, wird nachgeprüft

Schlägt Grünfeld dir etwas vor, etwa das Abendessen zwei Stunden vorzuziehen, merkt es sich das. Wochen später vergleicht es die Tage, an denen du es tatsächlich getan hast, mit den Tagen davor, und schreibt das Ergebnis als Karte: wie oft du es umgesetzt hast und um wie viel sich der zugehörige Wert bewegt hat. Gewertet wird erst ab einer Mindestzahl umgesetzter Tage, sonst vergliche man Zufall mit Zufall. Die Karte sagt nie „dadurch“, sondern „in den Tagen, in denen du das getan hast“. Für eine Ursachenaussage fehlt die Kontrollbedingung, und die liefert nur ein Versuch.

Deinen Kalorienbedarf ausrechnen, nicht schätzen

Die üblichen Formeln leiten deinen Bedarf aus Größe, Gewicht, Alter und Geschlecht ab. Bei einem einzelnen Menschen liegen sie leicht zehn Prozent daneben, bei manchen deutlich mehr, weil Muskelanteil, Schilddrüse und Genetik nicht in der Gleichung vorkommen. Grünfeld rechnet stattdessen rückwärts: aus dem, was du gegessen hast, und dem, was die Waage über Wochen gemacht hat. Die Spanne wird mit jeder Wiegung enger, und du siehst sie. Fehlen noch Wiegungen, sagt Grünfeld dir, wie viele.

Supplemente in derselben Bilanz

Deine Präparate bleiben als eigene Einträge im Tracker stehen und zählen zusätzlich in dieselben Nährstoffringe wie dein Essen. Du siehst also beides: die 400-mg-Kapsel als das, was sie ist, und ihren Beitrag zur Tagesdeckung im Magnesium-Ring. Kalorien und Makros aus Pulvern und Riegeln laufen ebenso mit.

Energie, die wirklich ankommt

Nährwerttabellen unterstellen vollständige Verdauung. Bei intakten Zellwänden stimmt das nicht: Ganze Mandeln liefern gemessen 442 kcal je 100 g statt der rund 580 aus der Tabelle, weil ein Teil des Fetts eingeschlossen bleibt. Gemahlen oder als Mus fällt die Korrektur weg, dann ist die Zellwand zerstört.

Handlungen haben eine Dosis

Sauna, Kältereiz, Sonne, Atemübungen und vieles mehr. Jede trägt die Größe, die ihre Dosis bestimmt: bei der Sauna Minuten und Temperatur, bei der Sonne Dauer und unbedeckte Hautfläche. Ein abgehaktes Kästchen ließe sich später nicht auswerten.

Zwei Zahlen, damit du nicht zwanzig lesen musst

Heute Dienstag, 18:40
84
Ernährung91
Bewegung88
Schlaf67
Heute

Wie dieser eine Tag war, auf einer Skala von 0 bis 100. Die Zahl, die du im Vorbeigehen liest.

  • Wie gut deine Nährstoffe gedeckt waren, über alle Mikros
  • Wie ruhig oder unruhig deine Blutzuckerbelastung verlief
  • Wie viele verschiedene Pflanzen auf deinem Teller lagen
  • Wie stark verarbeitet dein Essen war
  • Ob dein Protein über den Tag verteilt war oder auf einer Mahlzeit lag
  • Umfang und Intensität deiner Bewegung
  • Wie erholsam die Nacht davor war
  • Ob du genug getrunken hast, sofern du Wasser mitführst

Die schwächste der drei Säulen zählt dabei doppelt, damit ein starker Trainingstag keine durchwachte Nacht überdeckt.

Longevity-Index

Kein Tag, sondern ein Zustand: wie belastbar dein Körper gerade tatsächlich ist. Er reagiert langsam, weil er langsam reagieren soll. Ein guter Tag hebt ihn nicht.

  • Cardio-Fitness über VO₂max, einer der stärksten messbaren Prädiktoren für Sterblichkeit
  • Herz und Erholung: Ruhepuls und HRV gegen die Norm deines Alters und Geschlechts
  • Kraft aus deinem Selbsttest: Griffkraft oder Liegestütze
  • Balance und Beweglichkeit: Einbeinstand und Aufstehen vom Boden

Konstanz vor Bestleistung. Wie beständig du über dreißig Tage warst, wiegt am Ende schwerer als jeder einzelne Messwert.

Meldet sich, wenn es etwas zu sagen gibt

Nicht nur ein Chatfenster, das auf deine Frage wartet. Der Coach liest deine Zahlen und kommt von selbst: morgens mit dem Befund der Nacht, abends wenn im Tag etwas auffällt.

Alles, was sich rechnen lässt, rechnet Grünfeld selbst: Score, Verarbeitungsgrad, Pflanzenzählung, die Befundtexte. Die KI formuliert nur dort, wo Sprache nötig ist. Aussagen über deinen Körper laufen über feste, vorab geprüfte Texte und nicht über ein Sprachmodell, das improvisiert.

Und du kannst zurückschreiben. Er kennt deinen Verlauf, deine Ziele und deine Ernährungsform, du musst also nicht bei jeder Frage von vorn erklären, wer du bist.

Nachmittags, 15:20 Dienstag

Dein Mittagessen hatte viele Ballaststoffe, und seine Kohlenhydrate gingen langsam ins Blut. Zwei Stunden später hast du deine Konzentration deutlich über deinem Schnitt eingeschätzt.

12:40 Linsen mit Karotten, Fenchel, Spinat und Tomaten 16 g Ballaststoffe · GI 34 (langsam) · Blutzucker-Last 18 (niedrig)
Konzentration 8 von 10
sonst 6heute 8
Ein guter Nachmittag, aber ein einzelner. Ob es wirklich am Mittagessen lag, zeigt erst ein Versuch. Soll ich einen ansetzen?

Was zusammen mehr ergibt als nebeneinander

Viele arbeiten mit einem Nährstoff-Tracker, einer Uhr und einer Tabelle nebeneinander. Das sind gute Werkzeuge. Grünfeld setzt an drei Stellen an, die zwischen ihnen liegen.

Eine gemeinsame Zeitachse

Ernährung, Schlaf, Herzfrequenz und Training liegen bei Grünfeld auf derselben Achse, mit Uhrzeiten. Erst dadurch lässt sich fragen, was dein Montagabend mit deiner Nacht auf Dienstag zu tun hatte.

Der Schluss kommt mit

Statt Spalten, die du selbst deuten musst, bekommst du eine Aussage: was abgewichen ist, wie weit, gegen welchen deiner eigenen Normalwerte, und was sich daraus prüfen ließe.

Das Verfahren läuft mit

Baseline, Intervention, Auswaschphase, das Streichen gestörter Tage und die statistische Prüfung passieren im Hintergrund. Du änderst nur die eine Sache, um die es geht.

Deine Uhr behält ihre Aufgabe

Grünfeld liest aus Apple Health, was deine Uhr oder dein Ring dorthin schreibt, und ergänzt das, was Sensoren nicht wissen können: was auf deinem Teller lag und wann.

Jede Zahl ist begründet, und du kannst es nachlesen

In der App liegt ein Nachschlagewerk zu allem, was Grünfeld rechnet. Zu jedem Bestandteil der Scores, jeder Schwelle und jedem Grenzwert steht dort, worauf er sich stützt und warum er so gewählt ist. Mit Inhaltsverzeichnis und Suche, damit du eine einzelne Zahl gezielt findest, statt dich durch Fließtext zu arbeiten.

Was sich rechnen lässt, rechnet Grünfeld deterministisch: Scores, Verarbeitungsgrad, Pflanzenzählung, die Befundtexte selbst. Das Sprachmodell formuliert, es entscheidet nicht.

Unabhängig und privat

Grünfeld lebt nur vom Abo.

Keine bezahlten Empfehlungen
Daten in der EU
Kein Datenverkauf
Für die KI bleibst du anonym

Hör auf, es zu vermuten. Finde es heraus.

3 Tage gratis danach 4,99 € im Monat, jederzeit kündbar

Für iPhone. Apple Watch empfohlen, aber nicht nötig.