Grünfeld erfasst Ernährung, Bewegung, Schlaf und Supplemente an einer Stelle. Dann prüft es im kontrollierten Selbstversuch, welche Gewohnheit bei dir tatsächlich etwas ändert. Gemessen an deinen eigenen Tagen, nicht an einer Studienpopulation.
Dein Montag
Zwischen letzter Mahlzeit und Einschlafen: 1:50 h
Deine Nacht
Studien messen Gruppen und berichten einen Mittelwert. Zwei völlig verschiedene Wirklichkeiten sehen darin gleich aus: dass eine Maßnahme bei allen ein wenig wirkt, oder dass sie bei manchen stark wirkt und bei anderen gar nicht. Welche davon für dich gilt, steht in keiner Studie.
An den Abenden, an denen du spät isst, arbeitest du meist auch länger und kommst weniger an die frische Luft. Drei Verdächtige für eine schlechte Nacht, und sie treten fast immer gemeinsam auf. Keine Auswertung deiner Vergangenheit kann sie auseinanderhalten, weil deine Daten sie nie getrennt gesehen haben. Dafür muss jemand eingreifen und eine Sache allein verändern.
Es gibt ein Verfahren, das genau dafür gebaut ist. Es braucht nur eine Versuchsperson.
Du änderst eine Sache. Alles andere bleibt. Vorher und nachher wird gemessen. Am Ende steht ein Urteil, das auch gegen die Maßnahme ausfallen darf.
Wie deine Werte aussehen, bevor du etwas änderst: Schlaf, Herzfrequenz, Bewegung, Erholung, Nährstoffe, Befinden. Hast du Laborwerte hinterlegt, zählen die mit. Warten musst du dafür meist nicht, weil Grünfeld die Baseline aus deiner Historie zieht.
Eine einzige Änderung, klar definiert. Zum Beispiel: in den letzten vier Stunden vor dem Schlafen keine Kalorien mehr. Oder dreißig Gramm Ballaststoffe am Tag. Oder eine feste Bettzeit. Oder Krafttraining an drei Tagen statt an einem.
Zurück zum Alten. Diesen Schritt lassen die meisten weg, und ohne ihn weiß niemand, womit die Intervention verglichen wird. Wie lange er dauert, hängt vom Ziel ab: Ein Verdauungseffekt ist nach einer Nacht vorbei, ein verschobener Rhythmus braucht Tage, eine Trainingsanpassung Wochen.
Eine vorher festgelegte Hauptmetrik wird statistisch geprüft, mit Konfidenzintervall. Nicht fünf Messgrößen, von denen hinterher die schönste gewählt wird. Das wäre keine Prüfung, sondern eine Suche nach Bestätigung.
Manches, was du sonst noch tust, bewegt dieselben Marker wie deine Intervention und kann das Ergebnis verfälschen. Grünfeld erkennt solche Tage selbst und nimmt sie aus der Auswertung. Du musst nichts melden und an nichts denken.
Ein Versuch, der nur Erfolge kennt, misst nichts. Von den vier möglichen Urteilen sind zwei für die Maßnahme schlechte Nachrichten.
Der Unterschied ist groß genug und statistisch belastbar.
Etwas hat sich bewegt, aber nicht sicher genug. Der ehrliche Normalfall eines einzelnen Versuchs.
Nichts Messbares. Ein gewonnener Monat, den du nicht in eine wirkungslose Gewohnheit steckst.
Es ging dir damit messbar schlechter. Auch das wird dir gesagt.
Grünfeld ist kein Medizinprodukt und stellt keine Diagnosen. Die Versuche zeigen, wie deine eigenen Messwerte auf eine Veränderung reagiert haben — mehr behaupten sie nicht.
Du musst dir kein Studiendesign überlegen. Jedes Protokoll bringt alles mit. So sieht eines von innen aus:
Ein Ausschnitt; der Katalog wächst. Die letzte Zeile ist dabei kein Versehen. Wo die Studienlage uneinheitlich ist, steht das dort, und genau dort lohnt der eigene Versuch am meisten.
Ein Versuch ist nur so gut wie die Werte, die in ihn eingehen.
Grünfeld liest aus Apple Health. Was deine Uhr oder dein Ring dorthin schreibt, landet damit auch hier: Apple Watch, Oura, Whoop, Garmin, Withings.
Gerechnet über ein rollierendes Wochenfenster, weil sich Bewegung in Wochen misst und nicht in Tagen. Ein Ruhetag ist kein Fehler.
Eine lange Nährstoffliste haben andere auch. Der Unterschied liegt darin, was danach damit passiert. Jeder Nährstoff hat ein eigenes Tagesziel. Jeder hat seine eigene Halbwertszeit im Übertrag: Vitamin D hält dein Körper über Wochen, Vitamin C über Stunden. Und etliche davon werden anders geführt als üblich.
Die großen Nährwertdatenbanken kennen praktisch nur K1 aus grünem Gemüse. K2 aus fermentierten Lebensmitteln kommt dort kaum vor, obwohl es im Körper eine andere Aufgabe hat. Grünfeld führt es als eigenen Wert, aus einer eigens gepflegten Tabelle.
Pflanzliches Omega-3 aus Leinöl oder Walnüssen muss der Körper erst in EPA und DHA umbauen, und das gelingt ihm nur zu einem kleinen Teil. Wer beides zusammenzählt, zeigt dir eine Deckung, die du nicht hast. Grünfeld führt die drei getrennt.
Omega-6 ist kein Feind, aber sein Verhältnis zu Omega-3 entscheidet. Grünfeld führt deshalb das Verhältnis und nicht die Einzelmenge. Gerechnet wird auf den rohen Mengen, sonst ginge die Umrechnung von ALA in die eigene Bezugsgröße ein.
Polyphenole und Flavonoide tauchen in kaum einem Tracker auf, obwohl sie zu den am besten untersuchten Bestandteilen pflanzlicher Kost gehören. Dazu zählt Grünfeld, wie viele verschiedene Pflanzenarten in deiner Woche vorkamen — eine Zeile kann mehrere enthalten.
Entscheidend ist nicht der Zucker insgesamt, sondern der freie: zugesetzter Zucker plus der aus Honig, Sirupen und Säften. Ein Apfel und ein Apfelsaft haben denselben Zucker, aber nicht dieselbe Wirkung — weil Grünfeld auf Zutatenebene trackt, kann es die beiden trennen.
Transfette führt Grünfeld als Grenze, an der man möglichst nicht kratzt — nicht als Balken, den man füllt. Cholesterin bekommt gar kein Urteil: Im Mittel bewegt es wenig, aber manche reagieren stark — spannend wird der Wert erst neben deinem eigenen Labor-LDL.
Die Uhrzeit ist bei Grünfeld eine eigene Größe, keine Nebennotiz: wie lang dein Essfenster war, wann die größte Mahlzeit lag, wie viel Abstand bis zum Einschlafen blieb, wann dein letztes Koffein war. Ob das bei dir mehr ausmacht als der Inhalt des Tellers, ist eine Frage, die ein Versuch beantworten kann.
Sprich einen Satz, tippe ihn oder fotografiere den Teller. Den Rest macht Grünfeld.
Du sagst
„Zwei Scheiben Vollkornbrot mit einer halben Avocado und einen Cappuccino."Grünfeld versteht
Sag einfach, was auf dem Teller lag. Grünfeld zerlegt auch ganze Gerichte in ihre Zutaten: „Spaghetti Bolognese" wird zu Nudeln, Hackfleisch, Tomaten und Olivenöl, mit plausiblen Mengen.
Ein Bild vom Teller. Für die Menge hilft ein Alltagsgegenstand als Größenvergleich: eine Gabel, eine Hand, ein Glas.
Für Verpacktes. Kennt Grünfeld ein Produkt noch nicht, schlägt es die Zutatenliste nach, statt dich mit einer leeren Maske stehen zu lassen.
Wenn du genau weißt, was du willst: direkt aus dem Katalog, inklusive Marken und Supplementen. Ohne Umweg über die KI.
Was du einmal angelegt hast, trackst du danach mit einem Tipp. Auch eine halbe Portion oder anderthalb.
Jede Zutat und jede Menge lässt sich nachträglich ändern. Grünfeld merkt sich dabei, wie groß deine Portionen üblicherweise ausfallen, und schätzt beim nächsten Mal näher an dir.
Grünfeld ist danach gegliedert, was du gerade wissen willst, nicht danach, aus welcher Datenquelle etwas stammt.
Essen per Foto, Sprache, Barcode oder in einem Satz. Training, Schlaf, Wasser, Supplemente. Deine Routinen und Gewohnheiten, mit einem Planer, der Wiederkehrendes selbst abhakt.
Dazu Rezepte, ein Wochenplan und die Einkaufsliste, die von selbst daraus fällt. Und für jeden Tag eine Zahl, die sagt, wie er war.
Der Blick über Wochen statt über Stunden: wie sich Ernährung, Bewegung und Schlaf verschieben, wo Nährstoffe dauerhaft fehlen, an welchen Wochentagen es regelmäßig kippt.
Dazu ein Trainingsplan, der aus deiner tatsächlichen Woche entsteht statt aus einer Vorlage. Nach dem Workout sagt er dir, ob das Gewicht im sinnvollen Bereich lag.
Herzfrequenz und Herzratenvariabilität, Erholung, Schlaf in seinen Phasen, deine Trainings-Readiness für heute. Dazu deine Laborwerte, wenn du sie hinterlegst.
Zu jedem Wert zeigt Grünfeld nicht nur, ob er unauffällig ist, sondern wo er nach aktueller Studienlage optimal läge. Das ist meistens ein engerer Bereich.
Hier läuft die Kette. Grünfeld meldet dir eine Auffälligkeit, du machst daraus einen kontrollierten Versuch, und was der Versuch bestätigt, wandert nach oben zu dem, was bei dir gesichert ist.
Sortiert wird nach Belastbarkeit, nicht nach Datum. Oben steht, was du wirklich über dich weißt. Unten, was noch Vermutung ist.
Neun Stellen, an denen Grünfeld anders rechnet als übliche Tracker, und was du davon siehst.
Jeden Morgen eine Einschätzung aus drei Größen: deinem Nervensystem (HRV und Ruhepuls der Nacht), deinem Schlafdefizit der letzten Tage und deiner Trainingslast der letzten Wochen. Das Ergebnis ist ein Vorschlag, kein Verbot. An einem gelben Tag steht dort, dass Zone 2 heute sinnvoller ist als ein Maximalkraftversuch.
40 ms können für den einen ein guter Wert sein und für den anderen ein Warnzeichen. Absolute HRV-Zahlen taugen nicht zum Vergleich zwischen Personen. Grünfeld rechnet deshalb, wie weit die Nacht von deinem eigenen Mittel abweicht, und logarithmiert die Werte vorher, weil HRV-Verteilungen nach oben stark auslaufen.
Kraftübungen wirken am besten zwischen 8 und 12 Wiederholungen. Schaffst du zweimal hintereinander mehr, schlägt Grünfeld vor, das Gewicht zu erhöhen; liegst du gleich vier Wiederholungen darüber, genügt eine Einheit als Beleg. Es meldet auch das Gegenteil: einen Gewichtssprung über zehn Prozent, nach dem ein Satz aus dem Bereich fällt, ein Plateau nach drei Wochen ohne Fortschritt trotz Anstrengung, oder eine Laufstrecke 30 Prozent über der längsten des letzten Monats.
Befund abfotografieren oder als PDF hochladen. Grünfeld liest die Marker heraus und prüft die Einheiten, weil derselbe Wert je nach Labor in mg/dl oder mmol/l steht. Du bestätigst, was übernommen wird. Neben der Referenz deines Labors siehst du danach den Bereich, der in Langzeitdaten mit dem besten Verlauf zusammenhängt, getrennt nach Geschlecht.
Schlägt Grünfeld dir etwas vor, etwa das Abendessen zwei Stunden vorzuziehen, merkt es sich das. Wochen später vergleicht es die Tage, an denen du es tatsächlich getan hast, mit den Tagen davor, und schreibt das Ergebnis als Karte: wie oft du es umgesetzt hast und um wie viel sich der zugehörige Wert bewegt hat. Gewertet wird erst ab einer Mindestzahl umgesetzter Tage, sonst vergliche man Zufall mit Zufall. Die Karte sagt nie „dadurch“, sondern „in den Tagen, in denen du das getan hast“. Für eine Ursachenaussage fehlt die Kontrollbedingung, und die liefert nur ein Versuch.
Die üblichen Formeln leiten deinen Bedarf aus Größe, Gewicht, Alter und Geschlecht ab. Bei einem einzelnen Menschen liegen sie leicht zehn Prozent daneben, bei manchen deutlich mehr, weil Muskelanteil, Schilddrüse und Genetik nicht in der Gleichung vorkommen. Grünfeld rechnet stattdessen rückwärts: aus dem, was du gegessen hast, und dem, was die Waage über Wochen gemacht hat. Die Spanne wird mit jeder Wiegung enger, und du siehst sie. Fehlen noch Wiegungen, sagt Grünfeld dir, wie viele.
Deine Präparate bleiben als eigene Einträge im Tracker stehen und zählen zusätzlich in dieselben Nährstoffringe wie dein Essen. Du siehst also beides: die 400-mg-Kapsel als das, was sie ist, und ihren Beitrag zur Tagesdeckung im Magnesium-Ring. Kalorien und Makros aus Pulvern und Riegeln laufen ebenso mit.
Nährwerttabellen unterstellen vollständige Verdauung. Bei intakten Zellwänden stimmt das nicht: Ganze Mandeln liefern gemessen 442 kcal je 100 g statt der rund 580 aus der Tabelle, weil ein Teil des Fetts eingeschlossen bleibt. Gemahlen oder als Mus fällt die Korrektur weg, dann ist die Zellwand zerstört.
Sauna, Kältereiz, Sonne, Atemübungen und vieles mehr. Jede trägt die Größe, die ihre Dosis bestimmt: bei der Sauna Minuten und Temperatur, bei der Sonne Dauer und unbedeckte Hautfläche. Ein abgehaktes Kästchen ließe sich später nicht auswerten.
Wie dieser eine Tag war, auf einer Skala von 0 bis 100. Die Zahl, die du im Vorbeigehen liest.
Die schwächste der drei Säulen zählt dabei doppelt, damit ein starker Trainingstag keine durchwachte Nacht überdeckt.
Kein Tag, sondern ein Zustand: wie belastbar dein Körper gerade tatsächlich ist. Er reagiert langsam, weil er langsam reagieren soll. Ein guter Tag hebt ihn nicht.
Konstanz vor Bestleistung. Wie beständig du über dreißig Tage warst, wiegt am Ende schwerer als jeder einzelne Messwert.
Nicht nur ein Chatfenster, das auf deine Frage wartet. Der Coach liest deine Zahlen und kommt von selbst: morgens mit dem Befund der Nacht, abends wenn im Tag etwas auffällt.
Alles, was sich rechnen lässt, rechnet Grünfeld selbst: Score, Verarbeitungsgrad, Pflanzenzählung, die Befundtexte. Die KI formuliert nur dort, wo Sprache nötig ist. Aussagen über deinen Körper laufen über feste, vorab geprüfte Texte und nicht über ein Sprachmodell, das improvisiert.
Und du kannst zurückschreiben. Er kennt deinen Verlauf, deine Ziele und deine Ernährungsform, du musst also nicht bei jeder Frage von vorn erklären, wer du bist.
Dein Mittagessen hatte viele Ballaststoffe, und seine Kohlenhydrate gingen langsam ins Blut. Zwei Stunden später hast du deine Konzentration deutlich über deinem Schnitt eingeschätzt.
Viele arbeiten mit einem Nährstoff-Tracker, einer Uhr und einer Tabelle nebeneinander. Das sind gute Werkzeuge. Grünfeld setzt an drei Stellen an, die zwischen ihnen liegen.
Ernährung, Schlaf, Herzfrequenz und Training liegen bei Grünfeld auf derselben Achse, mit Uhrzeiten. Erst dadurch lässt sich fragen, was dein Montagabend mit deiner Nacht auf Dienstag zu tun hatte.
Statt Spalten, die du selbst deuten musst, bekommst du eine Aussage: was abgewichen ist, wie weit, gegen welchen deiner eigenen Normalwerte, und was sich daraus prüfen ließe.
Baseline, Intervention, Auswaschphase, das Streichen gestörter Tage und die statistische Prüfung passieren im Hintergrund. Du änderst nur die eine Sache, um die es geht.
Grünfeld liest aus Apple Health, was deine Uhr oder dein Ring dorthin schreibt, und ergänzt das, was Sensoren nicht wissen können: was auf deinem Teller lag und wann.
In der App liegt ein Nachschlagewerk zu allem, was Grünfeld rechnet. Zu jedem Bestandteil der Scores, jeder Schwelle und jedem Grenzwert steht dort, worauf er sich stützt und warum er so gewählt ist. Mit Inhaltsverzeichnis und Suche, damit du eine einzelne Zahl gezielt findest, statt dich durch Fließtext zu arbeiten.
Was sich rechnen lässt, rechnet Grünfeld deterministisch: Scores, Verarbeitungsgrad, Pflanzenzählung, die Befundtexte selbst. Das Sprachmodell formuliert, es entscheidet nicht.
Grünfeld lebt nur vom Abo.
Für iPhone. Apple Watch empfohlen, aber nicht nötig.